Jubiläumsjahr 2009

Vorlesungsreihe
WS 2009/2010
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Geschichte der Sprachwissenschaft in Leipzig

Ziel der Vorlesungsreihe ist es, Forschungen bedeutender Leipziger Sprachwissenschaftler im Zeitraum 1870-1970 neu zu entdecken und aus der heutigen Perspektive zu bewerten. Die Vortragenden forschen an der Universität Leipzig, am MPI-EVA oder am MPI-CNS.

Die Erforschung der Sprache hat an der Universität Leipzig eine lange Tradition. Im späten 19. Jahrhundert und im frühen 20. Jahrhundert war Leipzig nach allgemeiner Einschätzung tatsächlich das Weltzentrum für die Erforschung der Sprache. Zu dieser Zeit arbeiteten in Leipzig die Junggrammatiker, denen wir unter anderem die grundlegenden grammatischen Studien der indoeuropäischen Sprachen verdanken, und die mit ihrer theoretischen Ausrichtung und wissenschaftlichen Stringenz (z. B. in Bezug auf das Postulat der Ausnahmslosigkeit von Lautgesetzen) die grammatiktheoretische Forschung bis heute prägen. Zu
den in Leipzig tätigen Jungrammatikern zählen so bedeutende Namen wie Karl Brugmann, Wilhelm Streitberg, August Leskien, Eduard Sievers und Wilhelm Braune. Daneben ist mit Georg von der Gabelentz einer der Schöpfer der modernen Sprachtypologie zu dieser Zeit in Leipzig tätig gewesen. Ebenso sind die Grundlagen der Psycholinguistik geschaffen worden von den in Leipzig tätigen Psychologen Wilhelm Wundt und Ottmar Dittrich.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzten sich in der Sprachwissenschaft mehr und mehr Herangehensweisen durch, die unter dem Begriff Strukturalismus subsumierbar sind. Bedeutende Vertreter des Strukturalismus wie Jan Baudouin de Courtenay, Nikolaj Trubetzkoy, Leonard Bloomfield und nicht zuletzt Ferdinand de Saussure haben in Leipzig studiert oder gelehrt; Ferdinand de Saussure hat sogar an dieser Universität promoviert.

Auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Leipzig in der sprachwissenschaftlichen Forschung alles andere als bedeutungslos. Es war der einzige Ort in der DDR mit einem Studiengang Allgemeine Sprachwissenschaft und international sichtbarer universitärer Forschungstätigkeit. Die Forschungen in diesem Zeitraum sind mit so berühmten Namen verbunden wie Rudolf Ruzicka, Gerhard Helbig, Wolfgang Fleischer, Theodor Frings und Manfred Bierwisch. Letzterer hat in Leipzig mit der grundlegenden Studie zur deutschen Syntax im Rahmen von Chomskys generativer Grammatik promoviert und wird heute weithin als der bedeutendste lebende deutsche Sprachwissenschaftler angesehen.

Kontakt

Institut für Linguistik, Prof. Dr. Gereon Müller
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Tel: +49 (0)341 97 37611
Fax: +49 (0)341 97 37609
E-Mail: gereon.mueller@uni-leipzig.de

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Tagung
September 2010
Campus AugustusplatzArtikel drucken

40. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik

Veranstaltungsort

Campus Augustusplatz, Augustusplatz, 04109 Leipzig

Kontakt

Institut für Informatik, Prof. Dr. Gerik Scheuermann
Johannisgasse 26
04103 Leipzig
Tel: +49 (0)341 97 32220
Fax: +49 (0)341 97 32219
E-Mail: scheuermann@informatik.uni-leipzig.de

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Vorstellungsstraßen
jeweils in den Anfangswochen des SS 2009 und des WS 2009/2010
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Studentische Vorstellungsstraßen

Kontakt

StudentInnenRat der Universität Leipzig, Magda Wlostowska
Liebigstraße 27a
04103 Leipzig
Tel: +49 (0)341 97 37850
Fax: +49 (0)341 97 37859
E-Mail: roef@stura.uni-leipzig.de

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Fotowettbewerb und Ausstellung
WS 2009/2010
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CampusBlues2

Kontakt

StudentInnenRat der Universität Leipzig, Ilka Hausmann
Liebigstraße 27a
04103 Leipzig
Tel: +49 (0)341 97 37850
Fax: +49 (0)341 97 37859
E-Mail: umbau@stura.uni-leipzig.de

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Projektseminar
SS 2008 und WS 2008/2009
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Kurz&Gut. Produktion von Kurzfilmen zum Universitätsjubiläum

Innerhalb des Projektseminars "Kurz&Gut. Produktion von Kurzfilmen" wurden im SS 2008 und im WS 2008/09 vier Kurzfilme recherchiert, konzipiert und produziert, die im Rahmen verschiedener Veranstaltungen des Universitätsjubiläums eingesetzt werden.

Innerhalb der thematischen Schwerpunkte:
1. "Alma Mater Lipsiensis. Innenansichten einer modernen Universität" und
2. "Geschichts-Bilder. Alma Mater Lipsiensis 600 Jahre"
entstanden modular einsetzbare, jeweils fünf- bis siebenminütige dokumentarische Filme, die von Studierenden unter Anleitung realisiert wurden. Diese Filme zeigen den jungen Blick der Kommunikations- und Medienwissenschafts-Studierenden (und anderer Fächer) und sind zugleich professionell produziert.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Kurzfilme:
1. Tagein - tagaus. Studieren heute (Arbeitstitel)
2. Revolten, Umbrüche in 600 Jahren (Arbeitstitel)
3. Restaurierter Kosmos. MitarbeiterInnen der Universitätsbibliothek Leipzig sprechen von ihrer Restaurationstätigkeit aus Anlass der Ausstellung "Kosmos des Wissens" (Eröffnung am 26. März in Leipzig, dann New York und Houston) (Arbeitstitel)
4. Reizvoller "Kosmos des Wissens" (Arbeitstitel). Was die MitarbeiterInnen der Universitätsbibliothek an den Exponaten der Ausstellung reizt. Clips für die Tochscreen-Installation der UB-Ausstellung

Die Filme werden realisiert in Kooperation mit dem Universitätsarchiv, der Universitätbibliothek und der Leipziger Firma commlab GmbH.

Veranstaltungsort

Zentrum für Medien und Kommunikation, Emil-Fuchs-Straße 1, 04105 Leipzig

Kontakt

Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz
Burgstraße 21
04109 Leipzig
Tel: +49 (0)341 97 35700
Fax: +49 (0)341 97 35749
E-Mail: rstein@uni-leipzig.de

Kontakt

Geschäftsstelle 2009
Tel +49 (0) 341 97-35035
Fax +49 (0) 341 97-35039
Mail 2009@uni-leipzig.de