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Jahrestagung des GWZO

Die GWZO-Jahrestagungen gehören, neben den Oskar-Halecki-Vorlesungen, zu den prominenten Veranstaltungen des GWZO, wo die projektübergreifenden Themen und Desiderate der Osteuropaforschung behandelt werden.

 

2013


24.-25. Oktober 2013
GWZO, Specks Hof (Eingang A), Leipzig, Reichsstr. 4–6, 4. Etg

Das Jahr 1813, Ostmitteleuropa und Leipzig. Die Völkerschlacht als (trans)nationaler Erinnerungsort | Programm gwzo-pfeil 

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend in Zusammenarbeit mit der Societas Jablonoviana e.V.
(Leitung: Dr. Marina Dmitrieva, Dr. Lars Karl)

Aus Anlass des anstehenden Doppeljubiläums (Völkerschlacht bei Leipzig 1813, Einweihung des Völkerschlachtdenkmals 1913) und anknüpfend an die aktuelle und vielfältige historische Erforschung der Kommemorierung von Kriegen und daran hängender Erinnerungspolitiken widmet das GWZO an der Universität Leipzig seine am 24./25. Oktober 2013 stattfindende Jahrestagung der Verarbeitung des Völkerschlachtereignisses in den Gedächtniskulturen Ost(mittel)europas. Im Zentrum steht dabei die Fokussierung kultur- und erinnerungsgeschichtlicher Perspektiven - mit einem Schwerpunkt auf den jeweiligen nationalen Narrativen und daran hängenden Mythenbildungen. Insbesondere die mediale Verarbeitung des Ereignisses ist in diesem Zusammenhang von Interesse, etwa am Beispiel von Literatur, bildender Kunst und Film. Unter Betonung der Besonderheiten ostmitteleuropäischer Erinnerungskulturen möchte die Tagung unter Behandlung der folgenden Themenbereiche zur interdisziplinären Diskussion anregen und dazu beitragen, vorhandene Forschungsergebnisse in einen gesamteuropäischen Kontext einzuordnen.

2012


8.-9. November 2012
GWZO, Specks Hof (Eingang A), Leipzig, Reichsstr. 4–6, 4. Etg
sowie asisi Panometer Leipzig, Richard-Lehmann-Straße 114, 04275 Leipzig  

Geschichte im Rundumblick – Gestaltungsformen und Funktionen von Panoramabildern im östlichen Europa

Veranstalter: Projektgruppe Spielplätze der Verweigerung (Leitung: Dr. Arnold Bartetzky, GWZO und Prof. Dr. Rudolf Jaworski, Universität Kiel)
gwzo-pfeil Programm   

Die ersten öffentlich begehbaren Panoramabilder waren bereits um 1800 in England, Deutschland und Frankreich zu sehen gewesen, bevor sie auf dem ganzen Kontinent und darüber hinaus populär wurden. Im 20. Jahrhundert schienen die illusionistischen Rundgemälde wegen der Konkurrenz des Kinos zunächst keine Zukunft mehr zu haben. Die Faszination des Mediums aber ist geblieben. Davon zeugen verschiedene Wiederbelebungsversuche in sozialistischen Ländern und neuerdings der Erfolg der Panoramabilder Yadegar Asisis in Leipzig, Dresden und Berlin. Medien- und bildgeschichtlich stellen Panoramen einen wichtigen Schritt zur Mobilisierung des Blicks und zur massenmedialen Vermittlung visueller Botschaften im öffentlichen Raum dar. Ausgehend von den bis heute erhaltenen Beispielen aus dem späten 19. Jahrhundert in den ostmitteleuropäischen Kernländern Böhmen, Ungarn und Polen sollen auf der Jahrestagung des GWZO erstmalig die Spezifika der vornehmlich historisch-politisch kodierten Bilderwelten der Panoramen im östlichen Europa herausgearbeitet und international eingeordnet werden. Im Rahmen der Tagung findet eine Abendveranstaltung mit Besichtigung des Panoramabildes "Amazonien. Yadegar Asisis Zauberbild der Natur" in Leipzigs Panometer statt.

 

2011


24.-25. November 2011
GWZO, Specks Hof (Eingang A), Leipzig, Reichsstr. 4–6, 4. Etg 

Armenier in Wirtschaft, Kultur und Politik des östlichen Europa (1000–1900)

Veranstalter: Projektgruppe Armenier (Leitung: Prof. Dr. Stefan Troebst, Dr. Bálint Kovács, Tamara Ganjalyan)
Programm gwzo-pfeil

Im Laufe ihrer jahrhundertelangen Siedlungsgeschichte in der östlichen Hälfte Europas übten die Armenier einen nachhaltigen Einfluss auf das Wirtschaftsleben, aber auch auf Kultur und Kunst verschiedener Regionen zwischen Schwarzem Meer, Adria und Baltikum aus. In Landschaften wie Siebenbürgen, Pannonien und Galizien, vor allem aber in Städten wie Stanisławów/Ivano-Frankivsk, Lemberg/Lwów/L'viv und Kamieniec Podolski/Kamjaniec'-Podil's'kyj in der Westukraine und im heute zu Rumänien gehörenden Elisabethstadt/Erzsébetváros/Dumbrăveni sind die Spuren einstiger armenischer Präsenz nach wie vor unübersehbar. Umgekehrt nahm auch die armenische Kultur wichtige Impulse aus Europa auf, etwa in der Religion, Kunst und Architektur, im Buchhandel und Buchdruck.
Ungeachtet dieser vielfältigen Folgen hat das Wirken der Armenier in den Ländern westlich des Kaukasus verhältnismäßig wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. In diese Forschungslücke will die Jahrestagung des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig stoßen. Sie bringt WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen zusammen, die sich mit einem breiten Spektrum von Aspekten armenischer Präsenz in Ostmittel- und Osteuropa auseinandersetzen und die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten einem interessierten Publikum präsentieren. Thematische Schwerpunkte sind dabei der Ost-West-Handel armenischer Kaufleute, die armenische Siedlungsgeschichte auf der Krim, die armenische Kunstproduktion in Ostmitteleuropa und die armenischen Minderheiten in den Imperien der Romanovs und Habsburger.
Die Jahrestagung wird mit einem Grußwort des Botschafters der Republik Armenien in Deutschland, Armen Martirosyan, und einem Auftaktvortrag von Professor Fikret Adanır von der Sabancı Üniversitesi Istanbul über "Ostmitteleuropa und der Kaukasus" eröffnet. Die Referenten kommen aus Armenien, der Ukraine, Polen, Ungarn und den Niederlanden.

 

2010


21.-22. Oktober 2010
GWZO, Specks Hof, Reichsstr. 2, 04109 Leipzig, Eingang A, 4. Etage

Zwischen Konfrontation und Integration. Ostmitteleuropäische Facetten des Massenphänomens Fußball

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Prof. Dr. Christian Lübke)
Programm gwzo-pfeil

2012 ist das Jahr der nächsten UEFA EURO in Polen und der Ukraine, deren doppelte Gastgeberschaft lange umstritten war. Zwar wurde der drohende Ausschluss der Ukraine abgewendet, doch bleibt in der Rückschau ein Defizit an Sensibilität gegenüber dem historischen und kulturellen Umfeld der gemeinsamen Bewerbung beider Staaten festzuhalten, dem das GWZO mit seiner Jahrestagung 2010 entgegenwirken will. Sie soll die gesellschaftlichen und kulturellen Facetten eines Phänomens beleuchten, das über die bloßen Ereignisse (Spiele) und ihre Ergebnisse hinaus Wirkung entfaltete – in Ost-Mitteleuropa unter dem Einfluss spezifischer historischer Prägungen wie seiner ethnischen, religiösen und sprachlichen Vielfalt, der Konkurrenz imperialer Staatengebilde und "kleiner Nationen", der Propagierung politisch-ideologischer Vorgaben. Die bei der Konferenz behandelten Themen bewegen sich im Wesentlichen im Spannungsfeld zwischen "Konfrontation und Integration", wobei Aspekte zum Tragen kommen, die schlagwortartig auch die Arbeit von Projektgruppen am GWZO kennzeichnen: Grenz-und Kontaktzonen, Konfliktbewältigung, Identität, Urbanität, Transnationalität, Erinnerungskultur, Modernisierung.   

 

2009

08.-10. Juli 2009
Aula der Alten Nikolaischule, Nikolaikirchhhof 2 und GWZO Leipzig, Luppenstr. 1B

In, mit und über Ostmitteleuropa 1989-2009. Erträge, Desiderate und Perspektiven historischer und kulturwissenschaftlicher Forschungen

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Prof. Dr. Christian Lübke und Dr. Alfrun Kliems)
Programm gwzo-pfeil

Das 1995 gegründete Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig, für dessen Grundausstattung das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) verantwortlich zeichnet, stellt auf seiner Jahrestagung 2009 "In, mit und über Ostmitteleuropa". Erträge aus überzwölf Jahren Forschung zur Diskussion, fragt nach Desideraten, vor allem aber nach Perspektiven für die zukünftige Beschäftigung mit der Region. Damit soll zum einen der Anlass des "Wendejubiläums" genutzt werden, um den allfälligen Betrachtungen politischer Verwerfungen und Transformationen eine Bestandsaufnahme der Verschiebungen von Forschungsfragen, Förderprogrammen und Wissenschaftskomplexen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften zur Seite zu stellen. Indem die Tagung sowohl Resultate aus der zurückliegenden Förderphase bündelt als auch laufende Projekte vorstellt, zielt sie darauf ab, das Erbrachte mit aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten über Raum- und Identitätskonzepte, Geschichtskultur, Transkulturalismus und Globalisierung fruchtbar zu verbinden. Das Programm ist mithin stark auf Diskussion angelegt; die Tagung soll weniger „Leistungsschau" sein, als der Reflexion des Erreichten im Sinne seiner Fortentwicklung dienen.
Mit diesem Generalthema seiner Jahrestagung beabsichtigt das GWZO zugleich, der mit dem Jahr 2007 abgeschlossenen zwölfjährigen Förderperiode der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen würdigen Ausklang zu verleihen, eine Bilanz dieser Förderung zu ziehen und den Neuaufbruch in einen Förderzeitraum zu markieren, für den das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2008 die notwendigen Mittel zur Verfügung stellt.

2008

13.-15. November 2008
GWZO Leipzig, Luppenstr. 1B

Ostmitteleuropa und die Steppe

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Dr. Matthias Hardt)
Programm gwzo-pfeil

Das östliche Mitteleuropa ist in der Vergangenheit immer wieder von Bewohnern der eurasischen Steppengebiete aufgesucht und in politischer ebenso wie kultureller Weise beeinflusst worden. Skythen, Sarmaten, Hunnen, Awaren, Bulgaren und Ungarn verursachten durch ihre Plünderungszüge zunächst vielfach Unruhe, trugen durch Herrschaftsbildungen unterschiedlicher Dauer jedoch zur Prägung Ost mitteleuropas bei und wurden schließlich in differenzierter Form von den umwohnenden Bevölkerungen assimiliert bzw. in das mittelalterliche Europa integriert. Der Einfall der Mongolen im 13. Jahrhundert veränderte das Weltbild der mittelalterlichen Gelehrten und Kaufl eute, und in der Neuzeit wurde in vielfältiger Weise zur Steigerung und Legitimierung adligen Selbstbewußtseins auf die Steppenvölker zurückgegriffen.
Die Jahrestagung des GWZO soll in inter dis ziplinärer und komparatistischer Weise die mittelalterlichen und neuzeitlichen Kontakte und Wechselwirkungen Ostmitteleuropas mit der Welt der Reiternomaden thematisieren und diskutieren.

Publikation: Hardt, Matthias / Lübke, Christian: Die Steppe. In: Behemoth. A Journal on Civilisation, Vol. II/2 (2009), Akademie Verlag, ISSN 1866-2447
Akademie Verlag | Behemoth-Journal

 

2007

08.-09. November 2007
Polnisches Institut Leipzig, Markt 10

"Travelling Concepts". Denkweisen und ihre (politischen) Übersetzungen im 20. Jahrhundert

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Dr. Dietlind Hüchtker, Dr. Alfrum Kliems)
Programm gwzo-pfeil

Das Wandern von theoretischen Konzepten ist Thema der GWZO-Jahrestagung 2007. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Theoriekonzepte, die im Kontext von vermeintlicher Wissenschaftsmodernisierung in die osteuropäischen postsozialistischen Gesellschaften getragen werden, geographisch gesehen häufig von dort ihren Ausgang nahmen. Erst später wurden sie im Westen aufgegriffen und kehren nun als Teil „westlich-demokratischer" Theorien zurück.
Am Beispiel von ausgewählten theoretischen Begriffen sollen die Bewegungen des Denkens in Zeit und Raum untersucht werden. Zur Debatte stehen Übersetzungsprozesse sowie die mit ihnen einhergehenden Verschiebungen von Bedeutungen und Kontexten. Diskutiert werden ihre semantischen wie politischen Aspekte. 

2006

26.-27. Oktober 2006
Polnisches Institut Leipzig, Markt 10

"50 Jahre danach: 1956 in Ostmitteleuropa / 50 Years After: 1956 in East Central Europe"

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Dr. Frank Hadler, Prof. Dr. Stefan Troebst)
Programm gwzo-pfeil

 

2005

27.-29. Oktober 2005
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Str. 6

Internationale Tagung aus Anlass
des zehnjährigen Bestehens des GWZO "Ostmitteleuropa als geschichtsregionale Konstruktion"

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Dr. Alfrun Kliems und Prof. Dr. Stefan Troebst)
Programm gwzo-pfeil

 

2004

10.-12. Dezember 2004
GWZO, Luppenstr. 1B

"Vergangene Größe und Ohnmacht in Ostmitteleuropa: Repräsentation imperialer Erfahrung in der Historiographie seit 1918"

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend (Leitung: Dr. Frank Hadler, Mathias Mesenhöller)
Programm gwzo-pfeil

 

2003

9.-11. Oktober 2003
Polnisches Institut Leipzig, Markt 10 und GWZO, Luppenstr. 1B

"Ostmitteleuropa im Ost-West-Handel. Die Wirtschaftsgeschichte Ostmitteleuropas in Mittelalter und früher Neuzeit"

Veranstalter: GWZO-projektübergreifend, (Leitung: Dr. Matthias Hardt)
Programm gwzo-pfeil